Rehabilitation
Die Rehabilitationslehrperson ist für die Vermittlung der bedürfnisspezifischen Fertigkeiten verantwortlich. Sie verfügt über fundierte Kenntnisse in den Bereichen lebenspraktische Fähigkeiten (LPF), Orientierung und Mobilität (O+M) und Low Vision.
Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF)
Sehgeschädigte und blinde Menschen wollen bei der Verrichtung alltäglicher Handlungen möglichst selbstständig sein und sich sichere Fähigkeiten aneignen. Die Förderung der lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) stärkt das Selbstwertgefühl und die Eigenverantwortung. Dies ist eine Grundlage für eine optimale Persönlichkeitsentfaltung. Ziel ist eine den individuellen Möglichkeiten und der Persönlichkeit entsprechende Integration in unsere Gesellschaft.
Der Unterricht in lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) wird einzeln und nach individuellen Bedürfnissen oder auch integriert in der Klasse durchgeführt. Die Fachperson für LPF steht auch dem Personal aus den Bereichen Wohnen und Schule für Beratung, Anleitung und Unterstützung zur Verfügung. So wird sichergestellt, dass die Förderung in LPF von allen Beteiligten wahrgenommen und selbstverständlich in den Unterrichts- und Lebensalltag der sehgeschädigten Kinder und Jugendlichen integriert ist. Themen sind:
- Funktionsabläufe
- effizienter Einsatz von Hilfsmitteln
- Arbeitsmethoden
- Hygiene
- Kleidung, Kleiderpflege
- Hauswirtschaft
- Kochen
- Tagesablauf usw.
Alle Lehr- und Fachpersonen des SONNENBERG leisten ihren Beitrag, damit die Schülerinnen und Schüler die grösstmögliche Selbstständigkeit erlangen.
Orientierung und Mobilität (O+M)
Sehbehinderte oder blinde Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf einen individuellen Orientierungs- und Mobilitätsunterricht (O+M). Er findet im Einzelunterricht, teilweise auch integriert in den Klassenunterricht statt und dauert so lange, bis die gesetzten Ziele erreicht sind.
Wahrnehmungsfunktionen und Körperschutztechniken, grundlegende Orientierungsfertigkeiten, Sensibilisierung und Förderung der übrigen Sinne sind Fähigkeiten, die von speziell ausgebildeten Fachpersonen im O+M-Unterricht vermittelt werden.
Gezieltes Training mit dem Langstock sowie das Verstehen und Einordnen von Verkehrssituationen sind weitere Schwerpunkte, die den Kindern und Jugendlichen die bestmögliche Selbstständigkeit vermitteln. Das grosse Erfolgserlebnis ist da, wenn das Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Routine wird und die Heimreise ohne Begleitung bewältigt werden kann. So entsteht ein gesundes Selbstbewusstsein und das Gefühl von Unabhängigkeit.
Low Vision–Abklärung und –Beratung
Das noch vorhandene Sehvermögen soll unter Beizug von zweckmässigen Hilfsmitteln gefördert und genutzt werden. Das Fachpersonal für Low Vision ist zuständig für die notwendigen Abklärungen und erprobt die Sehhilfen sowie deren Einsatz am Arbeitsplatz. Es berät Lehrpersonen, Eltern, Therapeutinnen und Therapeuten. In Zusammenarbeit mit dem Augenarzt und einem spezialisierten Optiker werden bei der IV Sehhilfen beantragt und deren Handhabung eingeübt.
Auskunft zu diesem Angebot erhalten Sie von unserer Leitung Begleitende Dienste:
Tel. 041 767 78 33

